Exkursion nach Straßburg

Die Schüler*innen der FHS sammelten neue Erfahrungen im EU-Parlament und Museum

Am 18.12.2019 traten die Jahrgangsstufe 1 und die Französischlernenden aus der Eingangsklasse ihre Reise nach Straßburg an. Begleitet wurden die Schüler*innen durch die Lehrkräfte Jaritz, Çankaya, Herlings und Müller. Nach einer etwas verzögerten Abreise in Sinsheim und einer reibungslosen Fahrt kamen wir schließlich wohlbehalten in Straßburg an, wo die Schüler*innen sofort in Kleingruppen ausschwärmten, um die historische Altstadt mit ihrem pittoresken Weihnachtsmarkt zu erkunden.  

Danach fanden sich alle gegen Mittag in einem typisch elsässischen Lokal ein und kosteten bei ausgelassener Atmosphäre von einem 5-gängigen Flammkuchenmenü. Nach dem kulturellen und kulinatischen Teil stand bei den GGK-Kursen die politische Bildung im Fokus. Der etwa halbstündige Fußweg von der Gaststätte zum EU-Parlament kam nach dem deftigen Mittagessen gerade recht und das sonnige Wetter trug seinen Teil zu diesem angenehmen Spaziergang in Straßburg bei.

Am Parlament angekommen wurden zunächst Gruppenfotos vor dem Gebäude gemacht. Nachdem wir die Sicherheitskontrolle durchquert hatten, wurde wir auf leisen Sohlen in den in den rar gefüllten Plenarsaal geführt, wo bereits eine sehr engagierte Debatte zur Vereinbarkeit des kürzlich ausgerufenen Green-New-Deal und des Mercusor-Abkommens geführt wurde. Dabei wechselten sich im zweiminütigem Takt die Redebeiträge in zahlreichen Sprachen ab, welche wir aufgrund der Simultanübersetzung problemlos verfolgen konnten. Im Anschluss an die Debatte wurden wir in einen Sitzungsraum geführt, wo die Schüler*innen Fragen zur EU stellen konnten. Dabei wurde unter anderem erklärt, dass die geringe Besetzung des Parlaments darauf zurückzuführen sei, dass bei sehr speziellen Themen nur die Experten der jeweiligen Fraktionen anwesend seien.

Die Französischklasse war parallel zum Parlamentsbesuch im elsässischen Museum (musée alsacien). Dort wurde sie von einer dreisprachigen Geschichtsstudentin auf französisch, deutsch und elsässisch durch ein authentisch eingerichtetes straßburger Fachwerkhaus aus dem frühen 17.Jahrhundert geführt. Hier hörte die Gruppe beispielsweise von mumifizierten Katzen im Lehm-Stroh der Gefache und von vielen weiteren Details über Bräuche in der Küche, der Ehe und vor allem der Weihnachtsfeiertage. Vor und nach dem Museumsbesuch gab es Gelegenheit, die Französischkenntnisse bei kurzen Einkaufsgesprächen unter Beweis zu stellen.

Mit vielen neuen Erfahrungen bereichert verließen wir anschließend Straßburg und machten uns auf dem Weg zum wartenden Bus, der uns zurück in den schönen Kraichgau kutschierte.

Artikel vom: 18/12/2019